Von Marcel Zanner In den letzten Tagen war ich abends mehrfach unterwegs und habe an drei verschiedenen Tagen jeweils kurz vor dem Erfolg meinen Zielfisch verloren. Entweder war der Fisch nicht richtig gehakt, der Haken beim Wurm zu klein oder ich habe schlicht zu früh angeschlagen. Die Zander waren mir einfach nicht gegönnt. Also beschloss ich, meine Taktik zu ändern. Ich sagte mir: Ich stehe früh auf, gehe noch im Dunkeln los und stelle dem Stachelritter gezielt nach. Bewaffnet mit einem Köderfisch vom Vortag machte ich mich auf den Weg. So kam es, dass ich am 11.11.2025, gegen 7:00 Uhr am Küstenkanal meine Ruten aufstellte. Der Köfi lag auf Grund, dann hieß es warten. Nebenbei fing ich ein paar Brassen und Rotaugen, doch vom Glasaugenbarsch war weit und breit nichts zu sehen oder zu spüren. Gegen 9:00 Uhr dann plötzlich das erste Piepen am elektronischen Bissanzeiger, kurz darauf weitere Signale in immer kürzeren Abständen. Ich sprang auf, eilte zur Rute (die große Rolle hakt gelegentlich …) und gab dem Zander etwas Schnur. Erst einmal tat sich nichts. Also setzte ich mich wieder entspannt in meinen Stuhl. Doch dann ging das Piepen erneut los – schneller, immer schneller. Der Drops war gelutscht. Oder besser gesagt: der Köfi geschluckt. Danach war es ein leichtes den 72,345 cm Zander aus dem Wasser zu holen. |